Runde 7

17.02.2019

Bittere Niederlage (Jonas Nohr)

Das große Gipfeltreffen der 7.Runde stand an und das Spiel gegen die Mannschaft von Nord-Ost sollte den Vorentscheid darüber bringen, wer auf den Aufstieg in die Landesliga hoffen durfte. Viel hatten wir uns vorgenommen an diesem Tag, einmal mehr in Bestbesetzung (!). Doch es folgte ein harter Kampf, lange Partien und viel Bangen. Am Ende hat es leider nicht gereicht und wir verloren den Gipfel. Dabei hätte es auch durchaus anders ausgehen können.

Brett 1    Jakob Hartmann

Unsere Nr.1 spielte gegen den jungen Shooting Star Nöldner und es entwickelte sich im Slawen eine Art Theorieduell (soweit der Verfasser es beurteilen kann). Als sich die Rauchschwaden dann gelegt hatten, fanden sich beide in einem Endpiel mit gleichfarbigen Läufern wieder und es sah so aus, als ob Jakob langsam aber sicher Fortschritte machen würde. Doch plötzlich schaute der junge Gegner auf sein Partieformular und reklamierte auf dreimalige Stellungswiederholung. Sven als Schiedsrichter eilte herbei und spielte die Partie nach und am Ende hatte der Gegner Recht und das Remis wurde amtlich. Da wäre eventuell mehr drin gewesen, aber dennoch eine gute Leistung.

Brett 2    Jonas Nohr

Der Verfasser hatte es nominell gesehen mit einem Brocken zu tun, denn so einen FM-Titel bekommt man nicht einfach hinterhergeworfen. Mit 1.c4 versuchte ich auch in ruhige Gewässer zu kommen und einfach etwas Schach zu spielen, aber mein Gegner wollte partout sein Grünfeld-Indisch spielen und es entstand ein stetiger Kampf. Natürlich griff der Verfasser etwas fehl, aber konnte nach und nach seine Figuren besser stellen. Dennoch war die Partie sehr rasiermesserscharf und kurz vor der Zeitkontrolle bot mir der Gegner auch Remis an. Man hätte weiterspielen können (im Nachhinein: Man hätte weiterspielen müssen), aber nach längerem Grübeln willigte ich in das Remis ein. OK.

Brett 3    Jonas Kreutz

Der mittlere Jonas spielte mit Schwarz einen soliden Aufbau und stand nach Ansicht des Verfassers auch etwas besser. Irgendwann kam jedoch Taktik in das Spiel und Jonas musste seine Aussicht auf Rochade begraben und stand ab da defensiv. Mit einem Minusbauern in einem Mittelspiel mit Turm, Dame und ungleichfarbigen Läufern kämpfte Jonas zwar bis zur letzten Patrone, aber irgendwann waren es der Drohungen einfach zu viele und Jonas musste die Hand herüberreichen. Schade.

Brett 4    Jonas Eilenberg

Der kleine Jonas spielte gegen Königsindisch und war (wie immer) sehr gut vorbereitet. So landete man auch in einem Doppelturm-, Springer- und Läufer-Mittelspiel und Jonas schien etwas besser zu stehen. Dann tauschte Jonas jedoch auf f4 den starken Springer ab und gab seinen Läufer. Der Läufer auf g7 erwachte zum Leben und auf einmal war gar nichts mehr klar. Zwar wurde der starke Läufer getauscht gegen Jonas‘ Springer, aber das Doppelturmendspiel war dann wohl nicht mehr viel. So einigte man sich auf Remis. OK.

Brett 5    Jörn-Florian Hohrmann

Jörn spielte mit Schwarz einen soliden Aufbau gegen einen sehr starken Gegner und durch den Einsatz von etwas Taktik konnte Jörn sich einen „ewigen“ Springer auf d4 gegen den eher schwachen weissfeldrigen Läufer des Gegners erspielen. Dazu waren noch zwei Türme und viele Bauern auf dem Feld, aber ein Blick des Verfassers sagte, dass Jörn hier langfristig besser stehen musste. Leider kam Jörn jedoch nicht voran und tauschte irgendwann seinen guten Springer auch ab. Das Doppelturmendspiel wurde dann auch alsbald Remis gegeben. Schade, da war vielleicht noch mehr drin.

Brett 6    Veit Godoj

Veit spielte eine gute Partie, von der ich als Verfasser nicht so viel mitbekam. Doch es war klar, dass wir jeden Punkt brauchten und so war klar, dass Veit spielen musste. Er schaffte es dann auch in einem Turm+Springer Endspiel auf dem Königsflügel entscheidenden Angriff zu erhalten und unter dem vielen Druck brach der Gegner dann auch irgendwann zusammen und griff fehl. Dann liefen Veits Bauern einfach los und die Partie war schnell vorbei. Super!

Brett 7    Brigitte von Herman

Brigitte hatte eine sehr komplizierte Partie und es entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch, was irgendwann in einem Endspiel Doppelturm+gleichfarbige Läufer mündete. Zwar hatte Brigitte einen Freibauern mehr, aber Endspiele sind schwierig und noch schwieriger sind Turmendspiele, welches am Ende auf dem Brett stand. Während Brigitte einen Freibauern auf dem Damenflügel hatte, schob der Gegner seinen g-Bauern langsam vorwärts. Leider griff dann Brigitte fehl und musste die Waffen strecken. Super gekämpft, aber schade.

Brett 8    Michael Busch

Michael spielte gegen einen Stonewall-Aufbau, der allerdings mehr als seltsam aussah (nach Ansicht des Verfassers). So gab es auf beiden Seiten viele Felderschwächen, aber Michael kam einfach als Weisser nicht wirklich voran und kam auch alsbald auf mich zu, da sein Gegner Remis geboten hatte. Nach längerem Hadern und viel Nachdenken wurde dieses (zu diesem Zeitpunkt) auch akzeptiert, da noch viele Partien liefen. OK.

Damit stand am Ende diese furchtbar knappe Niederlage mit 3,5 – 4,5 und wir müssen nun erst einmal unsere schachlichen Wunden verarzten. Dennoch: Wir können stolz sein auf unsere bisherige Saison und noch stehen zwei Spiele aus.

 

Unnötig Punkte verschenkt (Sven Schüle)

Die 2. Mannschaft, die zuvor mit 8:4 Mannschaftspunkten bereits den Klassenerhalt gesichert, aber auch keine praktischen Aufstiegschancen mehr hatte, empfing die etwa gleichstarke Mannschaft von Eckbauer 2 im Heimspiel. Nach etwa 2-3 Stunden sah es so aus: Thomas an 1 hatte ein ausgeglichenes Endspiel, Edgar wie so oft eine spannungsgeladene Stellung mit beiderseitigen Angriffschancen, ich hatte am 3. Brett im 20. Zug wieder mal einen Bauern eingestellt und stand etwas schlechter, Fabian an 4 spielte sehr konzentriert und gewann durch einen taktischen Fehler seines Gegners eine Leichtfigur, die Partie von Klaus an 5 entwickelte sich wieder mal in Richtung Remis, Torsten an 6 konnte eine aktive Bauernformation und zumindest Positionsvorteil verbuchen, David an 7 hatte einen schweren Stand, und der dankenswerterweise aus der Dritten an unser 8. Brett hochgerückte Lothar lag um zwei Bauern vorne, mußte allerdings dem Gegner die offene h-Linie und die aktivere Figurenstellung überlassen.

Die Partien von Edgar und Thomas endeten dann remis. In meiner Partie gab es eine überraschende Wende, da mein Gegner im 27. Zug eine Figur einstellte (er schlug einen Bauern auf b5 und übersah dabei, daß ich mit Schach zurückschlage). Unmittelbar danach kam es zum Damentausch, und es entstand ein Endspiel Turm + Läufer + 3 Bauern für mich gegen Turm + 5 Bauern. Hier war sorgfältiges Spiel angebracht, glücklicherweise konnte ich die nötige Konzentration aufbringen und insbesondere das Zuschnappen der „Endspielfalle“ mit dem „falschen Läufer“ vermeiden (mein letzter verbliebener Bauer war ein h-Bauer mit weißem Umwandlungsfeld, aber der Läufer war schwarzfeldrig, bekanntlich sollte man da nicht die Türme tauschen …).

Lothars Partie kippte dann plötzlich, ich sah, wie sein Springer auf h4 stand und keine Rückzugsfelder mehr hatte, während der Gegner mit einem gedeckten Freibauern auf h3 und einem Läufer auf b1, der die weiße Bauernkette attackierte, klaren Vorteil erzielt hatte. Bald danach mußte Lothar aufgeben – 1:2.

Mitten im Endspiel mußte meine Partie für ca. 10-15 Minuten unterbrochen werden (d.h. meine Uhr wurde angehalten, als ich am Zug war), da ich einen Schiedsrichtereinsatz im Wettkampf der 1. Mannschaft hatte, an dessen Ende ich der erfolgreichen Reklamation von Jakobs Gegner auf dreimalige Stellungswiederholung stattgeben durfte. Am Ende durfte ich dann den vollen Punkt zum 2:2-Ausgleich nach Hause fahren und hoffte, besonders angesichts der Stellungen von Fabian und Torsten, noch auf einen Mannschaftssieg. Doch bald danach erfuhr ich überrascht, daß Fabian irgendwie verloren hatte, und das änderte natürlich einiges, denn nun stand es erst 2:3 und nach Davids Niederlage sogar 2:4 – der Kampf war uns entglitten, zwei Gewinnstellungen kippten einfach um. Die Lage bei Klaus und Torsten sah nicht nach zwei möglichen Siegen aus, bei Klaus befürchtete ich sogar ein weiteres Umkippen, falls er noch lange weiterspielen würde, und so erklärte ich quasi die Kapitulation, indem ich Klaus erlaubte (bereits vor Davids Niederlage), Remis zu vereinbaren – ein durchaus möglicher Kampf bis aufs Äußerste wurde von mir in diesem Fall (zumal wir ja weder Auf- noch Abstiegsszenarien vor Augen hatten) als wahrscheinlich eher nachteilig eingeschätzt.

Zum Schluß versuchte Torsten noch mit 5 Bauern gegen Läufer + Bauer zu gewinnen, was aber nicht realistisch war, so daß mit seinem Remis der Endstand von 3:5 hergestellt war.

Da war locker mehr drin! Nun stehen wir auf Platz 4. In der 8. Runde am 10.3. reisen wir zum Tabellenfünften SC Zugzwang und sollten versuchen, mit einem Sieg wenigstens den 4. Platz zu sichern, bevor wir in der Schlußrunde am 31.3. noch dem bisher makellosen Spitzenreiter und wahrscheinlichen Stadtliga-Aufsteiger Sfr. Berlin 5 ein Bein stellen wollen.

 

Bericht 7. Spieltag 3. Mannschaft (Klaus Kramm)

SV Königsjäger Süd-West 3 – SF Nord-Ost Berlin 3 0,5 : 7,5

Ich bin in der unglücklichen Lage, von einer „nicht so guten“ Mannschaftsleistung gegen unseren Mitaufstiegsaspiranten SF Nord-Ost Berlin 3, die mit einigen Jugendlichen zu uns gekommen waren, berichten zu müssen.

Nur Adrian Benedetto wollte dem Trend nicht folgen und holte ein Remis. Schon früh irrten sich Hermann Stuckstedte (Brett 3) und ich (Brett 4) in der Variantenberechnung, was nicht nur zum Materialverlust führte, sondern gleichzeitig auch zu jeweils schlechten Stellungen. Früh lagen wir mit 0:2 hinten.

Es wurde nicht besser. Alois (Brett 2) hatte ebenfalls dann in einem schlechten Springer gegen Turm – Endspiel schlechte Karten. Hellmut Klevenow (Brett 6) wollte ein Remis-Angebot annehmen, was ich ablehnte. Es nützte aber nichts. Hellmut wickelte in ein verlorenes Bauernendspiel ab, Adrian (Brett 5) konnte mit zwei Mehrbauern einer Zugwiederholung nicht ausweichen und Alois gab in hoffnungsloser Stellung auf. ½ :4½

Auch Helmut Kliem (Brett 1) und Lutz Reichert (Brett 7) hatten dann schlechte Endspiele. Lutz ein hoffnungsloses Turmendspiel und Helmut ein verlorenes Bauernendspiel, welches sein junger Gegner auch genau spielte. ½ :6½

Eitel Jandt (Brett 8) hatte sich in einem verheißungsvollen Königsangriff verzettelt und ließ im Zentrum Gegenchancen zu. Er war so sehr mit der Stellung beschäftigt, dass er die Uhr einfach ignorierte, und verlor durch Zeitüberschreitung.

Wir wissen jetzt, dass wir nicht in die 1.Klasse gehören, und wollen die Saison gut beenden.

 

Bericht 4. Mannschaft (Fredy Reimann)

Zu unserem Punktspiel gegen die 1.Mannschaft der Schachpinguine sind wir in der Besetzung Alexander, Tim, Esien, Fredy, Ezra, Ralf, Henning und Maiia angetreten. Leider haben wir wieder relativ hoch 2:6 verloren.

Zu den einzelnen Partien kann ich wenig sagen, da ich mich voll auf meine eigene Partie konzentrieren mußte. Wie so oft in meinen letzten Partien hatte ich nach der Eröffnung eine ausgeglichene Stellung. Danach habe ich einen möglichen Königsangriff meines Gegners überschätzt und zu passiv gespielt. Einen starken Bauernvorstoß meines Gegners auf dem Damenflügel konnte ich nur mit einem Turmopfer für 2 Bauern stoppen. Nach weiteren 10 Zügen gab ich die aussichtslose Partie auf. Unsere beiden Punkte holten Tim
und Ezra, wobei Ezra von einem Fehler seines Gegners profitierte. Für einen starken Königsangriff hat Tim eine Figur geopfert, die sein Gegner jedoch wieder zurückgeben
mußte. Zu diesem Zeitpunkt waren beide Spieler schon in großer Zeitnot und schließlich gewann Tim durch Zeitüberschreitung.

 

(KöSW 5 spielfrei)

 

Sechste: Es sah nicht so rosapink aus (Christoph Kriminski)

Auch wenn wir heute die Ehre hatten, auf weiß-pinken-Brettern mit weißen und pinken Figuren zu spielen (wahrscheinlich das erste Mal bei einem BMM-Wettkampf überhaupt), lief es bei uns nicht so rund. Doch jetzt erstmal von Anfang:

Dank der 7. Mannschaft, die uns mit ihren stärksten Spielern unterstützte (Danke an Athanasios!!!), konnte wir heute wieder vollzählig antreten. Wir mussten heute gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Weiße Dame 6 ran, der bisher erst einen Mannschaftspunkt abgegeben hat und der auch heute wieder mit vielen starken Jugendspieler*innen antrat. Wir waren also gewarnt. Nach meinem ersten Rundgang nach etwa 10 Minuten sah alles ganz OK für uns aus (wenn ich das so beurteilen kann). Nur an Brett 4 hatte Peet einen Bauern weniger und die Stellung ließ auf eine „Kamikaze-Eröffnung“ schließen, bei der Peets Königsflügel noch in der Grundstellung stand, während sein Damenflügel bereits weit aufgerissen war. Dann wurden nach 20 Minuten an Brett 8 die Figuren wieder in die Ausgangsstellung zurückgestellt. Obwohl es zuvor noch sehr ausgeglichen aussah, musste Arthur (der uns aus der 7- Mannschaft verstärkte) ein Fehler passiert sein, so dass er verlor. 0:1

An den anderen Brettern lief es nicht schlecht. Theos (Brett 6) Stellung war ausgeglichen, Phileas (ebenfalls aus der 7. Mannschaft; Brett 7) kämpfte im Bauernwirrwarr (mit Bauern auf c4, d4, c5, und d5), Pascals (Brett 3) Stellung war ausgeglichen, während Kimon (Brett 5) mit c4, d4 und e4 gegen Sc6 und e6 angriff. Jonathan (Brett 1) war schon im Mittelspiel angekommen und erkannte eine Schwäche der gegnerischen Königsstellung, die er mit zwei gut postierten Läufern ausnutzte und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sein Gegner Matt ging. Ich (Brett 2) spielte die Nimzowitsch-Verteidigung mit 2. … d5 und fühlte mich eigentlich sehr wohl, da ich mich im Verlauf der Eröffnung gut entwickeln konnte. Meine Gegnerin verbrauchte recht bald viel Zeit. Peet geriet bald einen weiteren Bauern in Nachteil, hatte dafür aber die aktivere Figurenstellung. Theo griff nun die Stellung seiner Gegnerin an, während Kimons Gegner versuchte, das Zentrum anzuhebeln. Auch wenn ich bei meinem Rundgang mit Besorgnis auf die Stellung sah, sagte mir Kimon später, dass er die Stellung immer im Griff hatte. Jonathans Gegner wehrte sich mit Händen und Füßen weiter und konnte erreichen, dass Jonathan seine Angriffsfiguren abtauschen musste. Dann musste Theo anscheinend etwas übersehen haben, denn er musste seiner Gegnerin die Hand reichen und wirkte geknickt. Jonathan versuchte dann noch in einer remisigen Stellung anzugreifen, da sein Gegner jedoch das Gleiche tat, blieb Jonathan nichts anderes übrig, als eine dreifache Stellungswiederholung herbeizuführen. 0,5:2,5

Peets Stellung stabilisierte sich, er konnte Figuren abtauschen und einen Bauern zurückgewinnen. Auch Pascal tauschte Figuren ab und ging damit ins Endspiel über. Phileas kämpfte trotz Müdigkeit tapfer gegen seine erfahrene Gegnerin und konnte sogar eine Qualität gewinnen. Kimon hatte eine geschlossene Bauernstruktur erreicht, bei der zwischen den eigenen und gegnerischen Bauern ein Turm stand. Ich verspielte meinen gefühlten Vorsprung. (Ich habe mir die Partie noch nicht angeschaut, aber ich glaube, dass ich in einer Stellung einfach d4 hätte ziehen sollen.) Meine Gegnerin hatte jedoch wenig Zeit, ich musste aber in der komplizierten Stellung, in der nur ein Läufer und ein Bauer abgetauscht wurden, auch viel Zeit investieren. Als wir den 20. Zug erreichten, hatten wir beide jeweils keine halbe Stunde Bedenkzeit mehr. Pascal übersah dann, dass sein Turm gefangen genommen werden konnte, und musste im Endspiel mit einem Freibauern und einem Läufer gegen den Turm antreten. Phileas übersah dann, dass ein weit entfernter Läufer über die lange Diagonale vor seinem König auf g2 einschlagen konnte. Zusammen mit dem Springer und der Dame drohte akut Matt. Er konnte sich dann noch geschickt aus allem herauswinden, verlor dabei aber zwei Quallen. Als dann seine Dame durch den gegnerischen Turm echt gefesselt wurde, bat er mich, ob er aufgeben dürfte. Ich stimmte zu. Für seine starke Leistung in den 3 Stunden Spielzeit bekam er vom Gegner viel Applaus, dennoch stand es nun 0,5:3,5.

Peet erreichte nun ein ausgeglichenes Turmendspiel mit gleich vielen Bauern auf beiden Seiten. Er versuchte, seine Bauernmajoriät am Königsflügel zu nutzen, während sein Gegner das Gleiche am Damenflügel tat. Kimon erreichte ein ausgeglichenes Endspiel, während Pascal weiter stark kämpfte. Kimon bekam dann von mir eine Ablehnung für ein Remisangebot. Nach 4 Stunden wurde es bei Kimon und mir nochmal eng, da wir unsere 40 Züge noch nicht erfüllt hatten, während dies bei Pascal und Peet kein Problem war. Beim Blitzen von rund 10 Zügen in wenigen Sekunden hatte ich leider die Augen zu sehr auf das Plättchen meiner Gegnerin bei unserer mechanischen Uhr gerichtet (in der Hoffnung, dass es bald fallen würde), sodass ich einen Leichtfigurengewinn übersah. Schon vorher hatte ich bei einer Abtausch- und Vorstoßkombination übersehen, dass meine Gegnerin zwei verbundene Freibauern in meiner Hälfte bilden konnte, als dann der 40. Zug erreicht wurde und sich der Staub legte, hatte ich eine Qualle und zwei Bauern weniger. Meine Gegnerin spielte jedoch danach ungenau, sodass ich eine Mattdrohung aufbauen konnte und sie die Qualle für einen weiteren Bauern zurückgeben musste. Peet erreichte dann eine Stellung mit Turm und jeweils einem Bauern auf beiden Seiten, wobei die Bauern sich an der Mittellinie blockierten, sodass ein Remis unausweichlich war. Pascal erreichte ebenso ein Remis, da keiner der beiden weitere Fortschritte machen konnte. 1,5:4,5.

Ich tauschte die Damen ab und konnte dabei einen Bauern gewinnen, ein bisschen Hoffnung kam auf. In erneuter Zeitnot wurden die letzten Figuren abgetauscht, wobei ich einen weiteren Bauern gewann. Im Turmendspiel konnte ich jedoch die gegnerische Umwandlung nicht mehr verhindern und musste gratulieren. Kimon fasste leider voreilig einen Bauern an, was zur Einstellung seines Turms und damit zu einer Niederlage in einem zuvor ausgeglichenen Endspiel führte. 1,5:6,5. Nach ziemlich genau 5 Stunden war damit der Wettkampf beendet.

Für uns war es die dritte Niederlage in Folge und dabei eine besonders schmerzliche. An mehreren Brettern wäre sie vermeidbar gewesen. Wir kämpfen nun weiter gegen den Abstieg. Mit einem Sieg gegen Weißensee und einer gleichzeitigen Niederlage von Zehlendorf, die dann gegen Weiße Dame ranmüssen (welche noch einen MP für den Aufstieg benötigen) könnten wir den Klassenerhalt sichern, da wir dann Zehlendorf überholen, welche am letzten Spieltag im Kellerduell gegen Eintracht kämpfen, und wir dann sicher sein können, dass wir zumindest einen der beiden hinter uns lassen können.

Kein Scherz, wir spielten auf rosa Brettern.

(Bericht KöSW 7)