Runde 4

09.12.2018

Die Reise geht weiter, immer weiter (Jonas Nohr)

In der 4.Runde der BMM erwartete uns mit Hermsdorf einer der auf dem Papier leichteren Gegner, aber auch wir konnten diese Runde nicht in Vollbesetzung antreten. So war bereits früh klar, dass sowohl Veit und auch Brigitte verhindert sein würden und leider konnte uns auch Clemens nicht aushelfen. Dank der Unterstützung unserer 2.Mannschaft bekamen wir jedoch mit Edgar Schubert und Thomas Deutschmann zwei echte Schwergewichte für unser Unterhaus und diese waren auch notwendig, denn der Kampf gegen Hermsdorf hatte es in sich.

Brett 1 – Jakob Hartmann

Jakob spielte mit Schwarz gegen 1.c4 und machte dabei eine sehr gute Figur. Zwar war der Verfasser stets mit seiner eigenen Partie beschäftigt, aber die wenigen Blicke auf Jakobs Stellung zeigten, dass er Schritt für Schritt Fortschritte machte. So konnte Jakob im Mittelspiel die Initiative an sich reißen und hatte zwischenzeitlich bereits zwei Bauern mehr. Der Gegner gewann einen davon zurück, aber am Ende stand ein Endspiel mit jeweils Turm+Springer+Bauern da und Jakob spielte alles ruhig zu Ende und holte den vollen Punkt für uns. Super!

Brett 2 – Jonas Nohr

Der Verfasser spielte gegen unserern werten Berliner Schachpräsidenten und stand eine zeitlang mehr als bedenklich (mit Weiss). So verfügte der Gegner durchaus über aktives Spiel und konnte dazu auch noch das Läuferpaar erhalten. Doch nach einem Schlagabtausch entstand ein interessantes Mittelspiel und alle Figuren des Verfassers wirkten gut zusammen und ich konnte sogar einen Bauern gewinnen. Nur es ging einfach nicht recht weiter danach und so musste der Verfasser nach einem Fehler sogar Dame gegen Läufer und Turm eintauschen, doch selbst da stand alles noch in Ordnung. Das daraus resultierende Endpsiel mit Turm+Springer+3 Bauern gegen Dame+2 Bauern wurde dann auch alsbald Remis gegeben. Zu diesem Zeitpunkt war das auch in Ordnung, auch wenn der Verfasser noch lange hätte weiterspielen können. Halber Punkt, volle Freude.

Brett 3 – Jonas Kreutz

Der mittlere Jonas übernahm mit Schwarz sehr die schnell die Initiative nach einem thematischen e5 Aufbruch in der Stellung. Als der Verfasser jedoch das nächste Mal wieder auf das Brett schaute, umkreisten die Figuren des Gegners die Königsstellung von Jonas und er verfiel in längeres Nachdenken. Nach einigen Abtauschaktionen stand ein Doppelturmendspiel mit jeweils weissfeldrigen Läufern und einer Menge Bauern zu Buche, aber der Gegner stand (zumindest nach Blick des Verfassers) aktiver. Aber Jonas schaffte es in ein Turmendspiel abzuwickeln und Gegenspiel zu entwickeln. Nach langem Kampf willigte der Gegner in das Remis ein. Gute Leistung!

Brett 4 – Jonas Eilenberg

Der kleine Jonas spielte mit Weiss und hatte eine sehr geschlossene Stellung auf dem Brett. Nur die A-Linie konnte er im Mittelspiel zeitweise mit allen drei Schwerfiguren besetzen, aber der Gegner verteidigte zäh und bot auch alsbald Remis an. Da der Kampf zu diesem Zeitpunkt auf Messers Schneide stand, spielte Jonas auch weiter und es entwickelte sich ein taktischer Schlagabtausch. So schaffte es Jonas die Stellung tatsächlich zu öffnen, eine Qualität zu opfern und direkt auf Matt zu spielen, aber irgendwie ging der Sack einfach nicht ganz zu. Die Stellung war auch wirklich kompliziert und so wurde das Endspiel mit Turm+Springer+ mehreren Bauern gegen Doppel Turm + wenige Bauern auch schlußendlich Remis. Was für ein Einsatz unseres jungen Schachfreunds! Super!

Brett 5 – Jörn Florian Hohrmann

Jörn spielt gerne Schach und setzt auch gerne mal das Brett in Brand. Genau so passierte es dieses Mal, wo sich aus der Modernen (?) Verteidigung ein offenes und sehr kompliziertes Spiel entwickelte. So stand Jörns König (fast) die gesamte Partie über auf e8 und die weissen Figuren versuchten ihm zu Leibe zu rücken, aber Jörn wehrte ruhig und konzentriert alle Versuche ab und hatte bereits früh Bauern mehr und später sogar eine ganze Figur („Jörn der Magier“) und da ließ er sich auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, sondern holte am Ende den wichtigen vollen Punkt für uns. Genau so muss es sein.

Brett 6 – Michael Busch

Michael stand nach Ansicht des Verfasser (wenn er einen Blick auf die Stellung warf) stets solide und machte Druck gegen seinen Gegner, welcher die schwarzen Steine führte. So kontrollierte Michael die D-Linie, hatte das Läuferpaar und machte Schritt für Schritt Fortschritte, aber irgendwann wurde wohl etwas viel abgetauscht und das Endspiel mit Michaels Doppel Läufern+viele Bauern gegen Springer+Läufer+viele Bauern ergab keinen klaren Vorteil. So willigte Michael auch bald in das Remis mit dem Gegner ein. Solide Leistung!

Brett 7 – Thomas Deutschmann

Thomas beehrte uns einmal mehr mit seiner Präsenz und zeigte seinem Gegner, wie man mit Schwarz auf Sieg spielt. Bereits im Mittelspiel hatte Thomas dann auch einen Bauern mehr und baute seinen Vorteil immer weiter aus. Am Ende stand ein Doppelturmendspiel auf dem Brett, wo Thomas nicht nur zwei Bauern, sondern bereits die ganze Stellung mehr hatte. Zwar sind Turmendspiele oft Remis, aber nicht an diesem Tag und Thomas spielte alles gut zu Ende und der Gegner streckte dann auch bald die Waffen. Wichtiger Punkt für uns!

Brett 8 – Edgar Schubert

Auch Edgar spielte einmal mehr für uns und entfesselte sehr schnell einen Angriffssturm auf den Gegner. Nach Blick des Verfassers stand Edgar dann auch einfach solide besser und hätte wohl auch ruhiger spielen können, aber Edgar opferte lieber eine ganze Figur und spielte direkt auf Matt. Das funktionierte auch perfekt und der Gegner, dessen König stets in der Brettmitte umhergeirrt war, ergab sich. Super!

Danach haben wir in der vierten Runde den insgesamt vierten (!) Erfolg von jeweils 6-2 verbuchen können. Wir überwintern oben in der Tabelle und können uns über eine weitere tolle Leistung als Mannschaft freuen. Im neuen Jahr wird es dann wieder heissen: Schritt für Schritt, Spiel um Spiel, aber bisher läuft es rund bei uns in der Mannschaft und da macht das Schieben der Figuren doch noch mehr Spass.

2. Mannschaft: Einmal klatschen bitte – danke, reicht! (Sven Schüle)

Mit 4:2 Mannschaftspunkten hatten wir einen recht guten Start hingelegt und lagen auf Platz 3 in Klasse 1.3. In der 4. Runde wurden wir vom bisher verlustpunktfreien Tabellenzweiten Mattnetz 2 besucht, der an allen Brettern sehr stark besetzt war. Unsere beiden Spitzenbretter Thomas und Edgar gaben wir nach oben in die Erste ab. Dadurch rückten viele Spieler zwei Bretter hoch, und wir benötigten insgesamt drei Ersatzspieler aus der Dritten, die uns mit Hermann Stuckstedte, Hellmut Klevenow und Eitel Jandt aushalf.

Um es kurz zu machen: in Bestbesetzung hätten wir vielleicht eine Chance gehabt, aber an diesem Spieltag war für uns nichts drin. Thomas und Edgar erzielten die 2:0-Führung – leider eben nicht für uns, sondern für die Erste. Dafür „erzielten“ Klaus Königer (der als Erster verlor) an Brett 3, Sven Schüle (der im 15. Zug einen schwachen Zug spielte und bereits im nächsten Zug mit Dxb2? erheblichen Materialverlust erlitt) an Brett 1 sowie unsere drei Ersatzspieler an den drei hinteren Brettern die 5:0-Führung für unsere Gäste. Torsten erreichte dann an 4 ein Remis, und Arno mußte sich an Brett 5 seinem Gegner geschlagen geben (ob Arno oder Eitel Jandt zuerst fertig war, weiß ich nicht mehr ganz genau). Ein kleiner Trost blieb: Fabian spielte an Brett 2 eine starke Partie, erreichte mit 1-2 Bauern Vorteil das Endspiel und konnte schließlich nach einigem Hin und Her – über Umwege, die wieder nach Remis aussahen – als einziger aus der ganzen Mannschaft den vollen Punkt mitnehmen. Unter dem Strich blieb eine in dieser Höhe leider absolut verdiente 1,5:6,5-Klatsche gegen eine Mannschaft, die wie ein Aufsteiger spielte.

Nach der Weihnachtspause geht es im Januar gegen Empor, wo wir natürlich gerne unseren Tabellenplatz (aktuell 4.) verteidigen wollen.

Spielbericht der dritten Mannschaft vom vierten Spieltag (Klaus Kramm)

Die dritte Mannschaft hat am 9.12. ihre erste deutliche Niederlage kassiert. Die wichtigen Entscheidungen fielen so zwischen 11 und 12 Uhr. Adrian Benedetto einigte sich gegen einen gleichstarken Gegner auf Remis und Lothar Bartels und Helmut Kliem gegen deutlich DWZ-stärkere Gegner ebenso.

Ezra Zivier und Henning Gmerek, die dankenswerterweise aus der vierten Mannschaft für uns spielten, verloren ihre Partien ebenso wie Lutz Reichert. Die zwei Mannschaftspunkte waren weg.

Alois Möschl war am 4. Spieltag der beste Mann von uns, denn sein Gegner kam aus der passiven Verteidigung seiner schlechten Stellung am Königsflügel nicht mehr heraus.

Zu guter Letzt habe ich dann meine heute schlecht gespielte Partie weggeworfen, weil ich es vorzog, mich mattsetzen zu lassen, anstatt in ein remisträchtiges Turmendspiel abzuwickeln. Es sind diese Fehleinschätzungen, die anscheinend fest in meiner DNA programmiert sind, und ich werde immer wieder rückfällig.

Bericht der vierten Mannschaft (Detlef Heidinger)

Leider gab es mit 3:5 gegen Tempelhof 2 im vierten Spiel auch die vierte Niederlage.
Wie immer kann ich nur mit einem sehr kurzen Bericht dienen, weil mir die Fähigkeit abgeht, andere Partien mehr als nur ganz oberflächlich zu beobachten.
Um halb elf sah es beim Stand von 0:0 noch gar nicht so schlecht aus.
Karsten und Esien hatten Qualitätsvorteil (mit Mehr- bzw. Minderbauern), alles andere schien recht ausgeglichen zu sein. Bei Karsten reichte es am Ende im entstandenen Bauernendspiel nur zum eindeutigsten aller Remisen (nämlich K gegen K), und Esien verlor leider, ich glaube aufgrund eines Angriffs auf dem Königsflügel.
Auch zu den Niederlagen von Fredy und Rudolf (beide etwa nach knapp drei Stunden) und zum Remis von Ralf kann ich nichts weiter sagen.
Ich selber verpasste es aufgrund von Ungenauigkeiten nach dem 25. Zug (bis dahin zeigt Stockfish maximal 0,8 für den einen bzw. anderen), die Partie weiter ausgeglichen zu halten, und kam auf dem Königsflügel in eine schwer zu verteidigende Defensive, die mein sehr erfahrener Gegner mit fehlerfreiem Spiel ausnutzte.
Dann spielten noch Tim, der seinen Mehrturm trotz Zeitnot sicher verwertete, und Alexander, der seine Stellung mit Läufer gegen Turm und etlichen Bauern auf beiden Seiten, sehr geschickt zu seinen Gunsten entschied. Am Ende waren auf beiden Flügeln und in der Mitte drei Bauern auf dem Weg zur Umwandlung, so dass der Gegner nach einigen verzweifelten Rettungsversuchen aufgeben musste. Alexander hat jetzt 3,5 aus 4 – super!
Sind wir zu schwach für die 2. Spielklasse? Die Ergebnisse scheinen es zu zeigen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so ist. Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben.

Erster Sieg der Fünften (Manfred Schäfer)

Nachdem wir in den ersten 3 Runden gegen die stärksten Mannschaften unserer Staffel nur knapp unterlagen, erhofften wir uns bei Läufer Rdf. 3 den ersten Mannschaftserfolg.
Bis auf Kasimir am 1. Brett saßen unsere Spieler schon 10 Minuten erwartungsvoll hinter ihren Brettern.
Ein telefonischer Rückruf ergab, dass er den Termin vergessen (!) hat aber versuchen wollte, innerhalb einer halben Stunde noch zu kommen. Ich wollte ihn mit dem Auto vom U-Bhf. Osloer Straße abholen , fuhr aber zum U-Bhf. Seestraße ( fataler Irrtum ). So schaffte er es nicht mehr innerhalb der Karenzzeit. Einen Teil habe ich
als ML Schuld, da ich seine Spielbestätigung nicht eingeholt habe.

Um 9.30 Uhr stand es 1 : 1 , da auch Jim am 2.Brett keinen Gegner hatte. Jedoch bald darauf führten wir 2 : 1 , da unser Geburtstagskind Jakob Alexander seine Partie gewann und damit mit 3.5 Pkt. der bisher erfolgreichste Spieler der Mannschaft ist.
Lieber Jakob Herzlichen Glückwunsch zu deinem 10. Geburtstag. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolge vor allem beim Schachspielen.

Auf eine Darstellung der Partieabläufe möchte ich verzichten. Die Analyse erfolgt durch Kristian. An den beiden letzten Brettern setzten sich Luna und Rashid gegen die beiden Ersatzspieler der Reinickendorfer durch, so dass es 4 : 1 für uns stand. Mit dem Selbstvertrauen eines frischen 1500-er besiegte Karim seine Gegnerin und stellte damit den Mannschaftssieg sicher.

Zum Schluß kämpften noch David und Daniel am 3. und 4. Brett gegen 2 erfahrene Spieler. Daniel zeigte eine konzentrierte Spieleinstellung und gewann im Endspiel seine Partie. Papa David spielte mit großem Ehrgeiz und wollte seinen Söhnen nicht nachstehen. So kämpfte er seinen Gegner nieder und stellte somit das Endergebnis von 7 : 1 her. Damit erreichte der Abed-Clan erstmalig das Idealergebnis 3 : 0. (Hinweis an David: Du wolltest deine Partien mal analysieren lassen. Wenn es deine Zeit erlaubt, kannst du jeweils mittwochs 18.45 Uhr nach dem Spielsonntag zum Training kommen. Micha Richter
bespricht und analysiert dann gerne auf Wunsch von Dir im Rahmen des Trainings auch deine Partien.)

Fazit: Wir haben uns alle über den hohen Sieg sehr gefreut. Wir müssen aber dabei berücksichtigen, dass die Reinickendorfer sehr ersatzgeschwächt und damit wohl der leichteste Gegner der Saison waren. Mit 2 : 6 MP sind wir noch immer abstiegsgefährdet. Um dem Abstieg zu entgehen, müssen wir mindestens noch 2 Spiele gewinnen. Nur wenn wir mit der gleichen kämpferischen Einstellung an die weiteren Spiele gehen, werden
wir unser Ziel Klassenerhalt erreichen.

Erster Auswärtssieg hilft der Sechsten aus dem Abstiegskampf (Christoph Kriminski)

Heute reiste die Sechste zum Tabellenletzten, nämlich Eintracht (also nicht gerade um die Ecke). Obwohl wir einen Bus verpasst haben und deshalb eine andere Route wählen mussten, waren wir alle pünktlich und vollzählig im Spiellokal. Auch unsere Gegner waren vollständig da, so dass es zu keinen kampflosen Punkten kam. An Brett 1 spielte mein Gegner Caro-Kann mit 3. e6, was ihm einen schlechten weißfeldrigen Läufer einbrachte. Pascal an Brett 2 spielte Königsindisch und griff dann auf dem Königsflügel an, während Kimon an Brett 3 bald das Zentrum einnehmen konnte. An Brett 4 kämpfte Max ziemlich schnell mit einem D-Isolani, während sein Bruder Tom (Brett 5) ein lebhaftes Figurenspiel aufs Brett bekam. Jan-Wipert an Brett 6 musste beim gegnerischen Damenangriff zwei Bauern hergeben, neben ihm spielte an Brett 7 Theo, oder besser gesagt Theo 2.0. Diese neue Version von Theo ist erst im November dieses Jahres erschienen und zeichnet sich dadurch aus, dass sie tiefer rechnet und länger konzentriert spielt, als ihre Vorgängerversion. Komplementiert wurde die Mannschaft von Miklos an Brett 8.

Jan-Wiperts Bauernverluste machten sich bald im Spielverlauf bemerkbar. Der Gegner bekam mit der aktiven Dame immer mehr Raumvorteil und Jan-Wiperts unrochierter König wurde auch stärker zum Angriffsziel, eigentlich nur eine Frage der Zeit bis die Partie vorbei ist, oder? Nicht viel besser sah es leider auch an Brett 8 aus. Miklos hatte leider übersehen, dass sein Springer zu oft angegriffen ist und deshalb verloren ging. Als er dann auch noch falsch abwickelte, drohte Matt, was er nur durch einen Qualitätsverlust verteidigen konnte. Im  folgenden Endspiel stand er also mit einem Turm weniger da. Bei Pascal erfolgte nun der Angriff über den Königsflügel, während der Gegner versuchte über den Damenflügel zum Gegenschlag anzusetzen. Pascal war aber schneller und fing an, den Gegner zu überrollen. Auch Kimon griff an. Bald schon waren seine Leichtfiguren in die gegnerische Stellung eingedrungen. Auch wenn es für den Gegner unangenehm aussah, gab es noch kein so richtiges Mittel, um aus dieser Stellung Kapital zu schlagen.

An Brett 7 sah ich bei meinem zweiten Rundgang die erste Überraschung. Theo hatte die Dame gegen den Turm gewonnen. Jedoch stand sein einer Läufer schlecht und der Gegner drückte immer weiter nach vorne. Ich fragte mich, ob Theo das schaffen würde. Max kämpfte immer noch mit seinem D-Isolani. Doch dann bekam er die Initiative und tauschte diesen Bauern ab. Dabei wurden auch die Damen getauscht, so dass die Partie ins Endspiel überging. Pascal bekam nun das Gegenspiel mit der Turmverdopplung auf der g-Linie zu spüren. Da beide Könige in diese Richtung rochierten, wurde es eine heikle Sache. Auch mein Gegner konnte seine Stellung verbessern. Als er seinen vormals schlechten Läufer auf der langen Diagonale postierte, spürte ich, wie mir langsam die Kontrolle des Spiels aus den Händen glitt. Bei meinem nächsten Rundgang hatte Tom eine Figur mehr, doch ich bin mir nicht sicher, ob dieser Vorteil nur temporär war. Auf jeden Fall war es dort ziemlich unübersichtlich geworden, sodass ich keinen Überblick mehr hatte, was da eigentlich vorging. Theo machte nun einen Fehler und ließ den gegnerischen Turm in seine Hälfte kommen. Jan-Wipert kämpfte noch etwas, musste sich dann aber geschlagen geben. 0:1

Miklos hatte jetzt nur noch eine Qualle weniger. Jedoch verfügte im Endspiel T+T gegen T+L sein Gegner noch zusätzlich über drei Mehrbauern, von denen zwei Freibauern waren. Es war also nur noch eine Frage der Zeit. Kimon behielt seinen Gegner fest im „Würgegriff“. Dieser schaffte es jedoch Leichtfiguren abzutauschen und sich etwas zu befreien. Pascals Position stabilisierte sich und Max kam ins Turmendspiel.

Dann fuhr – zu meiner Erleichterung – Theo den Sieg nach Hause, während Miklos leider chancenlos war. 1:2

Dann wurden bei Pascal die Figuren wieder in die Grundstellung aufgebaut. Dabei hatte sein Gegner wohl aufgegeben, da ein Damenverlust(?) nicht mehr zu vermeiden war. Pascal erzählte mir später, dass er das Spiel die ganze Zeit im Griff hatte, für mich war es dennoch eine Erleichterung. 2:2

Bei Tom sah ich noch, dass er in einem ausgeglichenen T+S-Endspiel war. Als nächstes erfuhr ich, dass er den vollen Punkt mitgenommen hatte. Ich freute mich natürlich sehr, obwohl ich nicht wusste, wie es genau passiert war. Auch sein Bruder Max ließ nichts anbrennen. Er tauschte die Türme ab und siegte in einem sicher geführten Bauernendspiel. (Wer über mehrere Jahre Training bei Michael Richter mitmacht, kann das natürlich). 4:2

Uns fehlte also nur noch ein halber Punkt für den Mannschaftssieg. Kimon bot seinem Gegner Remis, was dieser natürlich ablehnte. Ich konnte mit einem schönen Springerzug einen Abtausch mit dem gegnerischen Läufer erzwingen. Danach fand mein Gegner nicht immer die beste Fortsetzung. Ich konnte meine drei Schwerfiguren in der offenen e-Linie postieren, was mir einen großen strategischen Vorteil einbrachte. Kimon machte nun das einzig Richtige und tauschte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab, sodass der Gegner bei gleicher Bauernanzahl ein Remis akzeptieren musste. Ich konnte dann den Schlusspunkt setzen, so dass ich in die gegnerische Stellung eindrang, woraufhin mein Gegner aufgab und wir den 5,5:2,5-Sieg sicherten.

Nun haben wir 4 MP und damit nur einen weniger als der 2. Platzierte. Es stehen aber  noch schwere Spiele an. Mal schauen was geht. Auf jeden Fall brauchen wir uns keine großen Abstiegssorgen mehr zu machen.

7. Mannschaft: Erfahrungen – Erfahrungen – Erfahrungen

In der 4. Runde kam die Mannschaft des SG CAISSA/ VfB Hermsdorf 3 zu uns. Wie oft beschrieben geht es bei uns um Spielpraxis und (zum Teil) erste Erfahrungen in der BMM und die Partien gaben wieder hervorragende Möglichkeiten dazu.

Am 2. Brett ging Linus B. auf Punktejagd. Der Gegner spielte recht zügig und Linus ließ sich etwas anstecken. Er kam dennoch gut aus seiner Eröffnung. Jedoch unterlief ihm ein grober Fehler und er musste ohne seine Dame weiterkämpfen. Der Gegner ließ danach nichts mehr anbrennen und wie lagen mit 0:1 hinten.

Am 4. Brett spielte Lena ebenfalls etwas zügig aber mit etwas mehr Fortune. Der junge Gegner hatte dem soliden Spiel von Lena nichts entgegenzusetzen. Lena erspielte sich eine gute Endspielstellung mit Qualitätsvorteil. Ließ im weiteren Verlauf die ein oder andere Gelegenheit liegen die Partie vorzeitig zu beenden, siegte aber am Ende doch souverän und verkürzte auf 1:1

Am 5. Brett spielte Arne ebenfalls gegen einen sehr jungen Gegner. Relativ schnell verlor er eine Leichtfigur und im weiteren Verlauf auch eine Qualität. Der jüngere Gegner hätte eher für eine Entscheidung sorgen, fühlte sich jedoch wohler darin erstmal Arnes Figuren zu schlagen. Am Ende wurde es ein deutliches und ebenfalls schnelles Mat. 1:2

Den Rückstand  konnte Julius am 6.Brett durch seinen Sieg egalisieren. Er ließ sich etwas mehr Zeit als sein Gegner, spielte souverän und kam mit einem Stellungsvorteil und einer Leichtfigur mehr aus der Eröffnung. Während der Partie stand er zu keinem Zeitpunkt schlechter und konnte sich am Ende gegen den jungen Gegner behaupten.

Fast zeitgleich gewann Nicholas am 3.Brett seine Partie und brachte unsere Mannschaft mit 3:2 in Führung. Er spielte konzentriert und ließ sich vom schnellen Spiel seines Gegner nicht anstecken. Er drängte den gegnerischen König  an den Rand und versuchte mit Springer, Läufer und Dame ein Matt zu finden. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann die Tatsache, dass er ein einzügiges Matt nicht schon vorher gesehen hat.

Eine sehr spannende und lange ausgeglichene Partie lieferte sich Phileas mit dem Mannschaftsführer von Hermsdorf. Die Differenz von 800 DWZ war sehr lange nicht zu erkennen. Phileas manövrierte gekonnt seine Figuren übers Brett und hielt eine ausgeglichene Stellung. Ein erster kleinerer Fehler  war der Abtausch der Türme denn dadurch hatte der Gegner eine bessere Position fürs Endspiel. Aber auch hier musste der Gegner lange kämpfen. Am Ende siegte die Erfahrung aber ich bin mir sicher, dass Phileas von dieser Partie sehr profitieren wird.