Runde 3

18.11.2018

Der Motor läuft… (Jonas Nohr)

so oder ähnlich konnte sich die Erste vor der 3. Runde der BMM geben. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen standen wir gut da und waren natürlich hungrig auf mehr. Kalt war es an diesem Sonntag, aber das machte den acht wackeren Kämpfern nichts aus und so folgte der nächste Streich:

Brett 1 – Jakob Hartmann

Unsere Nr. 1 spielte mit Weiss gegen die Aljechin Verteidigung und bekam eine sehr komplexe Stellung auf das Brett. Dabei sah es lange so aus, dass Jakob etwas besser stehen würde, aber der letzte Stich wollte nicht gelingen, vor allem weil der Gegner sich auch gut verteidigte. So endete der Kampf nach vielen Stunden in einer Zugwiederholung und einem Remis. Gute Leistung.

Brett 2 – Jonas Nohr

Der Verfasser spielte mit Schwarz den Franzosen und kam mit 6.h4 etwas ins Grübeln. Nach längerem Nachdenken wurde der Mehrbauer einkassiert und obwohl man in dieser Art von Stellungen stets dem Druck des Weissen standhalten muss, kam es hier anders. Der Gegner machte ein bis zwei Ungenauigkeiten und auf einmal stand Schwarz auf Gewinn. Man hätte zwar noch länger spielen können, aber der Gegner sah es deutlich anders und gab nach 18 Zügen auf. Ausgezeichnet und Punkt für uns!

Brett 3 – Jonas Kreutz

Der mittlere Jonas spielte eine starke Partie mit Weiss und schien auch immer etwas Übergewicht zu haben. Ohne großen Druck meinte jedoch Jonas dann halbzügig den wichtigen Bauern c4 wegzustellen, nur um dann einen Zug später vom Gegner eine glatte Figur zu gewinnen. So wickelte Jonas in aller Ruhe in ein Endspiel ab und gewann sehr sicher. Super!

Brett 4 – Jonas Eilenberg

Unser junger Schachfreund Jonas spielte wie immer auf Sieg und das mit Schwarz. Zwischenzeitlich war die Stellung sehr geschlossen und dem Verfasser war nicht wirklich klar, wie man zu gutem Spiel kommen sollte. Jonas sah es anders und opferte auf f2 zwei Springer gegen einen Turm und einen Bauern…und die Initiative. Die ließ er sich dann auch nicht mehr nehmen und zerlegte seinen Gegner langsam und stetig. Zwar konnte dieser noch in ein Endspiel mit jeweils Turm und ungleichfarbigen Läufern abtauschen, aber Jonas spielte alles sicher zu Ende und holte den vollen Punkt für uns. Applaus!

Brett 5 – Jörn Florian Hohrmann

Unser Jörn spielte mit Weiss eine sehr ruhige Partie mit 1.Sf3 ganz im Stile des ehemaligen Weltmeisters Wladimir Kramnik. Ganz langsam kristallisierte sich auch etwas Vorteil heraus und Jörn konnte viel Material abtauschen und ein Endspiel mit seinem Läuferpaar gegen Springer und Läufer des Gegners erreichen. Leider sah es gut aus, aber die Lücke war dann doch nicht mehr zu finden. Da uns zu diesem Zeitpunkt bereits ein Remis half, teilte Jörn dann mit seinem Gegner auch den Punkt. Sauber!

Brett 6 – Veit Godoj

Unser Geburtstagskind beehrte uns auch und zeigte eine bärenstarke Leistung. Nach relativ wenigen Zügen zeigte sich der Gegner mit Weiss deutlich unvorsichtig gegenüber Veits Aufbau, was dann auch mit Sd3 zu einem einfachen Figurengewinn führte. Der Verfasser war schon etwas erstaunt, dass der Gegner mit Minusfigur und ohne jegliche Kompensation weiterspielte, aber Veit hatte alle Zeit und die Ruhe und spielte die Partie ruhig zu Ende. Voller Punkt und so hatte Veit sich selbst und der Mannschaft ein tolles Geschenk gemacht. Danke!

Brett 7 – Brigitte von Herman

Brigitte spielte mit Weiss gegen Alapin und nach einer wilden Abtauschserie entstand ein seltsames Bild: Beide Seiten hatten noch alle Schwerfiguren und Brigitte dazu einen Läufer und der Gegner einen Springer. Mit noch jeweils vier Bauern auf dem Feld war Brigittes Figur jedoch besser im Einsatz und es folgten bald zahlreiche Drohungen. Leider spielte dann später die Zeit auch eine Rolle und so sah der Verfasser (und andere Kibitze), dass Brigitte ihren Vorteil leider nicht ganz verwerten konnte. Am Ende musste der Gegner in einem Schwerfigurenendspiel jedoch durch Zugwiederholung in ein Remis einwilligen. Halber Punkt, volle Freude.

Brett 8 – Michael Busch

Michael, oder wie der Verfasser ihn an diesem Tag auch gerne nannte, die Brechstange zeigte seine Vorliebe für brandgefährliche Stellungen. So ließ Michael einfach mal auf h8 einen Turm stehen und machte Jagd auf den König des Weissen, der sich ohne Rochade bewegen musste. Die Stellung war sehr kompliziert und Michael verbrauchte auch sehr viel Zeit. Irgendwann fragte er den Verfasser, ob Remis auch in Ordnung sei. Das Nicken wurde abgeholt und in der Analyse stellte man dann fest, dass Michael wohl hätte gewinnen können. Dennoch ein wichtiger halber Punkt für die Mannschaft.

So gewannen wir (abermals) mit 6-2 unsere Begegnung und stehen nach drei Runden gut da. Das Team hat Feuer und Leidenschaft und der nächste Gegner wartet am 09.12. bereits an den Brettern. Was auch immer kommt, wir sind bereit dafür!

 

(Bericht KöSW 2)

 

Bericht 3. Mannschaft (Klaus Kramm)

Die dritte Mannschaft gewinnt erneut mit 4,5 zu 3,5 gegen die zweite Mannschaft von
Läufer Reinickendorf.

Wir hatten heute einen guten Start. Hermann gewann einen Turm und Lutz eine Figur und sie gewannen ihre Partien recht früh. Dann sah ich, dass auch Adrian eine Figur mehr gegen zwei Bauern hatte und dachte so bei mir: „Heute fahren wir einen sicheren Sieg nach Hause.“

Mein junger Gegner versuchte meine Königsstellung im Caro-Kann zu knacken, aber ohne Bauernhebel konnte ihm das nicht gelingen. In einer ausgeglichenen Endspielstellung bot ich Remis an. Zu früh, wie sich herausstellte.

Hellmut hatte eine Figur verloren und damit auch die Partie. Eitel kämpfte lange Zeit gegen einen Königsflügelangriff seines Gegners und verlor dann doch. Es sind diese Stellungen, wo man denkt „er lebt ja immer noch“ und „vielleicht kann er es doch noch halten“. Alois konnte ebenso wie ich heute keine Vorteile herausholen und gab Remis. Es stand 3:3.

Helmut Kliem an Brett 1 war inzwischen im Endspiel Läufer gegen Springer gelandet und hatte eine Bauernmajorität am Königsflügel und eine Bauernminorität am Damenflügel. Adrian konnte seine Gewinnstellung aber nicht realisieren und Helmuts Partie sollte entscheiden. Helmut setzte alles daran, seinen Freibauern am Königsflügel zu realisieren und lief mit seinem König dorthin, musste aber seinen Damenflügel im Stich lassen. Der Springer konnte dann das Vordringen des Freibauern nicht mehr verhindern, aber der Gegner hatte inzwischen auch einen. Dem Gegner fehlte aber ein Tempo. Helmuts Läufer konnte den Springer fernhalten und gleichzeitig das Umwandlungsfeld des gegnerischen Freibauern bewachen.

SVG Läufer Reinickendorf 2 - SV Königsjäger Süd-West 3   3,5 : 4,5

201 Norbert Siebert 1660   - 301 Dr. Helmut Kliem 1597      0:1
202 Erhard Müller 1618     - 302 Alois Möschl 1645          ½:½
204 Andreas Stumpf 1516    - 303 Hermann Stuckstedte 1596   0:1
205 Julian Genten 1498     - 304 Klaus Kramm 1649           ½:½
206 Adnan Khalaf 1500      - 305 Adrian Benedetto 1672      ½:½
207 Bernhard Prott 1555    - 306 Hellmut Klevenow 1533      1:0
208 Wolfgang Liedemit 1462 - 307 Lutz Reichert 1539         0:1
209 Ronald Fiedler 1489    - 308 Eitel Jandt 1612           1:0

Spielbericht 4. Mannschaft (Karsten Roloff)

Um mit dem Erfreulichen anzufangen – uns fehlte heuer nur ein weiteres Remis, um gegenüber der Dritten von Schwarz-Weiß Lichtenrade auszugleichen. Wir haben uns also gesteigert.

Da der Berichtende diesmal alle Hände voll zu tun hatte mit seiner Partie, kann er diesmal leider nicht mit den Feinheiten der Partien dienen. Es folgt also nur ein kleiner Ablauf:

Nachdem 6 Spiele beendet waren, stand es 3:3. Alexander war wie immer unsere sichere Bank und ging schnell in Führung. Nur etwas später mussten Fredy und ich in hoffnungsloser Stellung aufgeben. Nach Hennings gewonnener Partie und den „Remisen“ von Rudolf und Ralf stand es also 3:3 und wir schauten hoffnungsvoll auf die letzten 2 Bretter von Esien und Tim.

Tim spielte lange gut mit, aber gegen die Mehr- (Frei-) Bauern war einfach nichts zu machen. Besonders spannend machte es Esien. Seine Partie wogte hin und her und mit dem Remis waren dann schließlich beide Gegner zufrieden.

Ergebnis: 3 1/2 – 4 1/2

 

(Bericht KöSW 5)

 

Sechste Mannschaft mit erstem Saisonsieg (Christoph Kriminski)

Heute stand das Spiel gegen unseren Nachbarn vom SK Zehlendorf an.  Einige werden sich vielleicht noch erinnern, dass unser letzter Mannschaftssieg im März des letzten Jahres im Heimspiel gegen genau diese Mannschaft geglückt ist, die Frage war nun natürlich, ob wir das wiederholen können. Schon heute früh wurde ich negativ überrascht. Zuerst fuhr mein Bus vor der Nase weg und ich musste einen Umweg mit der S-Bahn nehmen (und kam erst nach halb an), dann bekam ich beim Einsteigen in genau diese Mannschaft mit, dass unser 4. Brett leider krankheitsbedingt kurzfristig ausfällt. Gleich zwei Anzeichen, die man natürlich so deuten musste, dass es heute ein lockerer Sieg wird. :-) Doch wir hatten Glück. Obwohl ich erst gegen halb neun von diesem Ausfall erfuhr, konnte ich noch Ersatz beschaffen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Lars, der sehr kurzfristig eingesprungen ist und damit gesorgt hat, dass wir wieder vollzählig antreten konnten!!!

Die erste beendete Partie war die an Brett 7 von Theo. Jedoch lag es nicht daran, dass er zu schnell gespielt hatte, sondern dass er kampflos gewann, da sein Gegner nicht kam. Theo, der diese Saison zu seinem ersten Einsatz gekommen wäre, war sichtlich enttäuscht, dass er umsonst so früh aufgestanden war, aber zumindest konnten wir so 1:0 in Führung gehen. An den anderen Brettern entwickelten sich offene Partien. Jonathan an Brett 1 hatte bald mit seinem Gegner eine Bauernkette über das gesamte Spielfeld gebaut, an der es erstmal nur eingeschränktes Durchkommen gab. Ich an Brett 2 musste einer gegnerischen Taktik aus dem Wege gehen (Doppelangriff auf Figur und Feld, genau das Thema, was ich am Freitag in der Schach-AG geübt habe), dann konnte ich selbst mit einem Doppelangriff zuschlagen und einen Bauern gewinnen. Pascal an Brett 3 tauscht schnell die Figuren ab und befand sich schon nach etwa 1,5 Stunden im Doppelturmendspiel. Am vierten Brett nutzte Jakob, wie gewohnt, seine Bedenkzeit (er hatte nach zwei Stunden schon 1,5 Stunden, sein Gegner nur 0,5 Stunden verbraucht), um seinen Gegner anzugreifen.  An Brett 5 startete Kimon eine Angriff mit der Dame, der ihm einen Bauern einbrachte. Lars‘ Stellung an Brett 6 war zuerst etwas kompliziert, bei meinem zweiten Blick hatte er leider schon einen Minusbauern, während Miklos an Brett 8 zwar noch materielles Gleichgewicht hatte, jedoch bei ungleichen Rochaden sehr gedrängt dastand.

Dann konnte Kimon einen gefesselten Spieler des Gegners ein zweites Mal angreifen und so einen Figurengewinn erzielen. Sein Gegner gab kurz danach auf. 2:0 Jakob, dessen letzte Turnierpartie ein Sieg beim oben genannten Spiel gegen Zehlendorf in der letzten Saison war, nutzte eine wunderschöne Taktik, um in die gegnerische Stellung einzudringen und einen Bauern zu gewinnen. Sein Gegner geriet nun mächtig unter Druck. Lars musste leider einen weiteren Bauern hergeben, während Miklos Gegner seinen Raumvorteil nutzte, während Miklos‘ Figuren kaum noch Platz hatten und Naturschützer beim Miklos‘ Springern wahrscheinlich schon von „Massentierhaltung“ gesprochen hätten. Ich konnte weitere zwei Bauern gewinnen und tauschte alles ab, was ging, bis ein Schwerfigurenendspiel mit Dame+ Turm entstand. Da meine Mehr- und Freibauern auf dem Königsflügel standen (der Gegner hatte lang rochiert), konnte ich sie vorerst nicht in Richtung Umwandlung führen, da sonst der Gegner mit der Dame eingedrungen wäre und fiese Dauerschachs möglich gewesen wären. Ich versuchte die Dame abzutauschen, do mein Gegner konnte diesem immer aus dem Weg gehen. In den nächsten zwei Stunden musste ich mich aber auf mein Brett konzentrieren, sodass ich von den anderen nicht viel mitbekam. Plötzlich kam Miklos zu mir und meinte, dass er gewonnen habe. Ich konnte es erst gar nicht glauben, freute mich dann aber umso mehr. 3:0

Dann patzte der Gegner von Pascal und ließ zu, dass Pascal eine Umwandlung erzwingen konnte. Kurz danach gab sein Gegner auf, sodass wir schonmal den ersten Mannschaftspunkt sicher hatten. 4:0 Jakob konnte in hoher Zeitnot den Angriff nicht nutzen, wickelte aber in ein scheinbar gewonnenes Bauernendspiel ab. Bei dem beide Spieler noch einen a- und b-Bauern hatten, Jakobs Gegner ab mit drei Isolanis (d, f und h) kämpfte, während Jakob die drei verbundenen Bauern f, g und h hatte. Leider unterschätzte Jakob den d-Freibauern des Gegners und konnte so eine Umwandlung nicht mehr aufhalten, schade Jakob!  4:1 Lars konnte bei seinem sehr kurzfristig entstandenen Einsatz (und ohne Kaffee) leider nicht sein bestes Können zeigen und musste ebnfalls die Segel streichen. 4:2 Gerät jetzt der Mannschaftssieg nochmal in Gefahr?

Mir lief langsam die Zeit davon. Ich musste die ganze Zeit genau spielen und dabei schon, wie ich Vorteile erziele. Dann konnte ich mit einem Bauernopfer auf die Siegesstraße kommen. Mein Gegner versuchte mit einem Turmopfer meine Stellung zu öffnen, doch nachdem die Dame keine Schachs mehr hatte war die Sache gegessen. 5:2 Zeitgleich gewann auch Jonathan, der im Turmendspiel einen Mehrbauern hatte, dann einen weiteren bildete und mit zwei verbunden Freibauern, dem Gegner keine Chance mehr ließ sich zu verteidigen. 6:2

Wir haben jetzt also das Tabellenschlusslicht verlassen und den letzten Platz an Eintracht abgegeben, die unser nächster Gegner sein werden. Mal schauen, was dann geht.

SC Zitadelle Spandau 1977 6   –   SV Königsjäger Süd-West 7      3,0 : 3,0
(Athanasios Vassiliou)

Für die 3. Runde sind wir nach Spandau gefahren. Die Fahrt hat sich gelohnt, denn wir haben nicht nur an Erfahrung gewonnen, sondern auch unseren ersten Mannschaftspunkt eingefahren und großes Lob von unserem Gegner bekommen.

 

Luca Knick–        Leonidas Vassiliou1:0

Am letzten Brett saßen sich die Jüngsten gegenüber. Leonidas spielte mit Schwarz und verlor recht schnell einen Springer. Das hielt ihn nicht davon ab einen Angriff auf den rochierten König zu starten. Dafür gab er dann auch einen Läufer und der Gegner wähnte sich schon als Sieger. Seine euphorische Haltung verflog allerdings als Leonidas mit seiner Dame in die gegnerische Stellung einbrechen konnte. Er gewann die verlorenen Figuren zurück und begann den König mit mehreren Schachgeboten zu jagen. Die Partie schien komplett gedreht und der Sieg schien greifbar nah. Leonidas übersah jedoch ein zweizügiges Matt und der junge Gegner konnte sich einerseits befreien und andererseits das Ruder umzureißen. Durch eine Fesselung verlor Leonidas die Dame und die Partie war danach gelaufen.

Marco Jarosch–        Arthur Richard Sakwa½: ½

Am fünften Brett ging Arthur auf Punktejagd. Es war sein erster Auftritt in dieser Saison. Nach einer ordentlichen Eröffnung opferte Arthur etwas übereifrig eine Qualität in der Hoffnung die gegnerische Abwehr zu knacken. Jedoch ging sein Plan nicht auf. Kurz danach verlor er durch eine Fesselung auch den zweiten Turm. Er stand sehr klar auf Verlust. Sehr überraschend willigte jedoch sein ebenfalls junger Gegner auf ein Remis ein obwohl es mit zwei Türmen und einem Läufer eine Frage der Zeit gewesen wäre einen Sieg einzufahren.

Noah Bretzel – Vincent Tomaszewski ½ – ½

Noah erwischte am ersten Brett erwartungsgemäß einen um 300 DWZ-Punkte stärkeren Spieler. Es kam die Hauptvariante des Damengambits auf dem Brett. Nachdem die Türme abgetauscht wurden folgten die Läufer und die Partie verlief sehr ausgeglichen. Als auch die Springer abgetauscht wurden kam ein Remisangebot, dass Noah nach Rücksprache und längerer Überlegung annahm.

Sebastian Waschek–        Linus Spahn1:0

Linus spielte mit Schwarz am vierten Brett. Es kam die italienische Eröffnung auf dem Brett und Linus stand lange Zeit gut. Jedoch schaffte es der Gegner nach und nach das Zentrum zu übernehmen. Linus Läufer wurden auf dem Damenflügel eingeengt und dadurch schwach. Der Turm kam nicht ins Spiel und selbst die Dame wurde vom Gegner auf die Grundlinie zurückgedrängt. Die Partie begann zu kippen. Als der Gegner dann noch mit seinem Bauer die siebte Linie erreicht hatte, war es eine Frage der Zeit. Die Umwandlung war nicht mehr zu verhindern bzw. nur auf Kosten einer Qualität. Durch Linus Niederlage lagen wir zu diesem Zeitpunkt mit 3-1 hinten. Beim Stand von 3-1 musste sowohl Leander als auch Phileas gewinnen.

Jan Waschek – Leander Vassiliou 0-1

Leander spielte mit Schwarz am zweiten Brett. Nach der Eröffnung wurden Springer und Läufer abgetauscht. Die Partie war ausgeglichen bis Leander einen Spieß übersah. Dame und Turm wurden vom Läufer angegriffen. Leander konnte zwar seine Figuren retten jedoch auf Kosten einer schlechten Bauernstruktur und einer offenen Linie vor dem König. Der Gegner fand gute Züger und Leanders Stellung verschlechterte sich. Der ältere Gegner wollte durch den Vorstoß seines Bauern auf die sechste Linie und einem Abzugsschach sich einen Vorteil verschaffen übersah jedoch, dass er dadurch seine Dame einstellte. Leander war sehr überrascht und der Gegner schlug seine Hände über den Kopf zusammen. Danach war die Partie gelaufen. Nun stand es 2-3 und wir schauten alle gespannt auf Phileas Brett.

Kaj-Nicolas Ebel – Phileas Bertram 0-1

Am dritten Brett spielte Phileas mit Weiß gegen einen älteren Gegner der 100 DWZ Punkte weniger hatte. Es kam das Damengambit aufs Brett und relativ früh wurden die Damen und kurz darauf auch die Läufer abgetauscht. Die Partie verlief sehr ausgeglichen bis Phileas eine tolle Idee umgesetzt hat. Er nah mit seinem Springer einen Bauern und sah seinen Plan aufgehen als der Gegner den Springer mit seinem Turm nahm. Es folgte eine schöne Springergaben mit Qualitätsgewinn. Danach konnte Phileas die Partie souverän weiter spielen zumal sein Gegner auch massive Zeitprobleme hatte und seinen 40. Zug in buchstäblich letzter Sekunde ausführte. Am Ende ein verdienter Sieg und dadurch den erste Mannschaftspunkt gesichert.