Runde 1

15.10.2017

Königsjäger 1: Leider keine Punkte am Rathaus Schöneberg (Veit Godoj)

Zum Auftakt der neuen Saison unterlag unsere Erste knapp mit 3,5:4,5 beim Landesligaabsteiger Queerspringer. Zwei Debütanten gaben dabei erstmalig ihre Stadtliga-Visitenkarte ab: Pokalheld Jonas Nohr wurde dabei leider von Axel Neffe eingeschnürt und konnte sich aus der Umklammerung nicht mehr befreien und verlor entsprechend, was ihm zuvor im Berliner Pokal nicht einmal widerfahren war. Zuvor hatte schon Jakob Hartmann am Spitzenbrett in einer Caro-Kann Vorstossvariante gegen Holger Franke den Kürzeren gezogen. Mal wieder eine starke Vorstellung der beiden Queerspringer Spitzenbretter, die einfach schwer zu stoppen sind. Unser zweiter Debütant Jonas Eilenberg konnte mit einer feinen Weissleistung in einem typischen Königsinder seinen ersten Sieg in der ersten Mannschaftspartie für die Königsjäger feiern. Alle Beobachter waren sich einig: Es werden bestimmt noch viele weitere folgen, Super Jonas! Der Zwischenstand war nur noch 1,5:2,5 für die Schöneberger, denn Brigitte hatte inwischen gegen Victor Hansen remisiert.

Veit konnte mit einem Damenopfer seinen Gegner Kötterheinrich überlisten: 2,5:2,5 – der ersehnte Ausgleich. Jonas Kreutz, das dritte Blatt an unserem Jonasglücksklee, kam Gottseidank nach einer kleinen Eskapade noch rechtzeitig genug, um SF Ziegler nach langem Ringen mit Schwarz Paroli zu bieten, Remis und 3:3. Ein weiteres Remis vom nach der Partie nicht ganz glücklich wirkenden Michael Busch gegen Karl Voß (weil er einen starken Zug ausgelassen habe) und es stand 3,5:3,5. Den Gesichtern unserer favorisierten Gastgeber war anzusehen, dass sie sich diesen Kampf wohl etwas leichter vorgestellt hatten.

Alles hing nun von Jörn Florians Partie ab, nach der Zeitkontrolle hatte er eine etwas schlechtere Stellung, hauptsächlich wegen seinen zwei Springern, die jeweils auf einer ungeliebten Randlinie Platz genommen hatten. Also galt es, wenigsten einen der Beiden wieder in Richtung Brettmitte zu steuern, gedacht getan, aber leider dabei eine taktische Finesse übersehen und Material eingebüsst. Gegner SF Pietzka nahms sichtlich erfreut auf, liess alle Mienen springen und unserem Jörn Florian leider keine Chance auf Ausgleich mehr. Die 3,5:4,5 Niederlage war besiegelt. Im Grunde haben wir dabei keine schlechte Leistung gezeigt, mit etwas mehr Fortune wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen, aber wenn und hätte zählt am Ende eben nicht. Dann müssen die ersten Punkte eben im nächsten Match anvisiert werden.

Zweite verliert knapp in Hermsdorf (Sven Schüle)

Die 2. Mannschaft mußte heute in ihrem allerersten Stadtliga-Wettkampf in Hermsdorf antreten. Thomas Deutschmann, der die kürzeste Anreise dorthin hatte, kam als Letzter, durfte aber auch als Erster gehen, da sein Gegner an Brett 1 nicht erschien – 1:0 für uns. Klaus Königer wickelte an Brett 4 früh in ein absolut ausgeglichenes Endspiel ab und spielte remis. Ich selbst verspielte mit Weiß an Brett 3 einen kleinen Eröffnungsvorteil, weil ich mein Läuferpaar aufgab, um einen starken gegnerischen Springer zu beseitigen, zeigte danach leider erhebliche taktische Schwächen und verlor verdient bereits nach 24 Zügen – 1,5:1,5.

Zunächst sah es an allen anderen Brettern noch ausgeglichen aus. Bald geriet jedoch Arno an Brett 8 in Nachteil, und auch Torsten stand an Brett 5 schlechter. Torsten verlor dann auch recht schnell, bei Arno dauerte es etwas länger, bis schließlich auch er dem Gegner die Hand zur Aufgabe reichen mußte. Dazwischen stellte Fabians Gegner an Brett 6 in Zeitnot (bei 2 Minuten Restzeit) bei etwa ausgeglichener Stellung plötzlich die Dame ein und gab sofort auf. Nun stand es 2,5:3,5 gegen uns, und es konnte uns trotz des überraschenden vollen Punktes von Fabian nur noch ein Wunder helfen, denn in den verbleibenden Partien von Edgar (an 2) und Shawn (an 7) war kein voller Punkt in Sicht.

Shawn hatte ein interessantes Endspiel mit 5 Bauern gegen Läufer und zwei Bauern, das er zunächst auf Sieg spielen wollte, dann jedoch durch ungenaues Spiel höchstens noch remis hatte, zwischenzeitlich sogar mal hätte verlieren können. Der Gegner fand keinen Gewinn, und so endete die Partie remis. Edgar hatte gegen Alexander Lawrenz große Zeitprobleme, verlor um den 40. Zug herum einen Bauern, wußte, daß für die Mannschaft eigentlich ein voller Punkt gebraucht würde, konnte dies aber natürlich nicht realisieren und durfte daher am Schluß auf Remis spielen, was der Gegner annahm.

Der Endstand von 3,5:4,5 gegen die starken Hermsdorfer zeigt, daß wir uns in der Stadtliga nicht verstecken müssen. Wir werden unsere Chance noch bekommen.

Bericht der Dritten (Jonathan Knaut)

Ich habe die Ehre, als Stellvertreter den ersten Bericht der 3. Mannschaft zu schreiben. Wir hatten Besuch von Weiße Dame 4, einem Gegner, der uns an fast allen Brettern um durchschnittlich 150 DWZ-Punkte überlegen war. Da Dennis kurzfristig krank geworden ist, traten wir zudem nur zu siebt an. Glücklicherweise fehlte der entsprechende Gegner aber ebenfalls, sodass es zu einer nicht gewerteten Partie kam.

Jonathan B. an Brett 1 gegen einen 2000er hatte mit Schwarz ein spanisches Vierspringerspiel remisiert, in dem er eine dem Gegner (und sich selbst) unbekannte Nebenvariante gespielt hat. In einem Endspiel Läufer (J.) gegen Springer ohne Gewinnchancen mit Zeitnot hat sein Gegner das Remis angenommen. In der Analyse ergab sich, dass das Remis gerechtfertigt war. Das war also eine sehr starke Leistung und ein toller Einstand am ersten Brett der 1. Klasse.

David an Brett 2 spielte ebenfalls sehr stark und erreichte ein Remis gegen einen 1800er.

Siggi spielte an Brett 3 die längste Partie des Hauses und hatte in einem Turmendspiel einen Bauern weniger. Der Gegner ließ es sich nicht nehmen, das Remisangebot auszuschlagen und bis zum, für Siggi, bitteren Ende zu spielen.

Ich hatte als einziger einen nominell etwas schwächeren Gegner und konnte mich in einem ebenfalls langen Spiel zum Schluss durchsetzen und von zwei vorgerückten und verbundenen Freibauern profitieren, die hervorragend zusammenarbeiteten und den Gegner langsam in den Abgrund trieben.

Ralf war gegen einen deutlich stärkeren Gegner leider auch glücklos.

Hermann stand, soweit ich das beurteilen konnte, lange Zeit gut, stellte dann aber im Mittelspiel leider einzügig einen Springer ein.

Brett 7 blieb, wie oben erwähnt, leider leer.

Pascal ist gut aus der Eröffnung gekommen, spielte dann aber nach eigenem Bekunden zu passiv. Als er glaubte, eine ausgeglichene Stellung zu haben, startete der Gegner einen erfolgreichen und letztlich vernichtenden Angriff.

Das Endergebnis lautete also 2 – 5, womit wir immerhin auf Platz 8 liegen. Vermutlich wird es in dieser Saison auch stark auf die Brettpunkte ankommen, sodass es doch zumindest ermutigend ist, dass wir trotz einer recht deutlichen Niederlage noch auf einem
Nicht-Abstiegsplatz liegen.

Bericht der Vierten von der 1. Runde BMM (Hellmut Klevenow)

Die Vierte musste sich gegen LiRa 3 mit einem unerwarteten 4:4 begnügen. Wir waren vollzählig angetreten und mit der Erwartung eines sicheren Sieges setzten wir uns an die Bretter. Aber leider kam es anders als gedacht.
Relativ früh führten wir 1,5 : 0,5 durch Alois‘ Remis und meinen Sieg gegen den gegnerischen Mannschaftsführer. Dann plätscherten die Partien lange vor sich hin, bis die Remisen von Helmut und Dr. Zivier dazu kamen. Rudi erzwang aus schlechterer Stellung auch ein Remis.
Dann konnte Adrian einen vollen Punkt durch eine geschickte taktische Wendung (Springergabel) beitragen und wir führten 4:2. Da sowohl Alex als auch Ralf in starke Zeitnot gerieten gingen die letzten beiden Partien leider verloren.
Schade um den verlorenen Mannschaftspunkt. Den müssen wir demnächst woanders einfahren.

Die Fünfte – Erster Versuch (Kurzbericht Karsten Roloff)

In der Runde 1 traten wir auswärts gegen SC Freibauer Schöneberg an. Wie zu erwarten, der Gegner hat einen DWZ-Durchschnitt der fast 50% über unserem liegt, hatten wir einen schweren Stand. Schon die Mannschaftsaufstellung war nicht leicht und so wurde ohne unsere beiden Spitzenspieler gespielt. Dank der Mithilfe der Sechsten hatten wir aber wenigstens alle 8 Bretter besetzen können und wie sich herausstellte waren unsere zwei „Nachrücker-kids“ eine gute Wahl. Einer der beiden sorgte sogar für unseren einzigen vollen Brettpunkt in dieser Runde.

Am Ende stand es 5,5 zu 2,5 aber es kommen ja noch ein paar Runden.

Sechste: Bei uns war heute Freitag der 13. – halt zwei Tage zu spät …. (Christoph Kriminski)

Wer heute Glanz und Gloria im Schach sehen wollte, hätte heute nicht die rechte Seite des großen Saals der Freizeitstätte Süd besuchen dürfen – es sei denn man ist Fredersdorf-Fan. :-). So musste ich heute als Mannschaftsleiter die höchste Niederlage auf dem Spielberichtsbogen unterschreiben.

Doch nun von vorne: Bei meinem ersten BMM-Spieltag als Schlüsselträger kam der Bus nicht pünktlich und ich verpasste meinen Anschlussbus, sodass ich erst um dreiviertel in der Freizeitstätte ankam. Zum Glück war Ralf pünktlich gewesen und die Tische im Saal schon aufgebaut. Mit mir im Bus war auch Domenik. Unsere Verstärkung aus der siebten Mannschaft, die Brüder Keßler waren schon da. Kurz nach uns folgten auch Lukas und Jakob, so waren wir zu sechst. Doch eigentlich wollten wir zu siebt (Brett 1 freilassen) spielen. Wie sich leider später herausstellte, hat unser sechstes Brett verschlafen, sodass wir bereits nach 30 Minuten 0:2 zurücklagen.

Die anderen Partien begannen ziemlich unspektakulär. Bei meinem ersten Rundgang gab es normale Eröffnungen. Leider war Domenik (Brett 3; Gegner: 1467), nachdem er erst vor wenigen Tagen seine Bachelor-Arbeit abgegeben hat, noch nicht topfit und stellte bald Material ein. Als sein Gegner durch einen Doppelangriff mit dem Turm bei zwei Leichtfiguren mehr einen Turmtausch erzwang und damit Domenik die letzte Figur nahm, war die Partie gegessen. Wenige Züge später gab Domenik auf. 0:3.

In allen anderen Partien war es noch lange Zeit spannend. Ich (Brett 2; Gegner: 1506) hatte mir durch meine Lieblingseröffnung schnell das Zentrum angeeignet und fühlte mich besser, Jakob (Brett 5; Gegner: 1286) investierte wie gewohnt viel Zeit und war noch bei vollem Brett in der Eröffnung. Die beiden Keßlers nahmen sich auch mehr Zeit. Tom (Brett 7; Gegner 1269) hatte leider einen Läufer und einen Springer gegen das Läuferpaar, wobei ein flüchtiger Blick meinerseits verriet, dass die Leichtfiguren des Gegners besser standen. Bei Max (Brett 8; Gegner 1238) sah es umgekehrt aus. Seine beiden Leichtfiguren konnte er gut positionieren. Die interessanteste Partie fand aber an Lukas‘ Brett (Brett 4; (junger) Gegner: 1279) statt. Sein König wurde ziemlich bald von gegnerischen Figuren attackiert. Er konnte aber in ein Endspiel Dame + Turm gegen 2 Türme + Springer abwickeln, wobei Lukas‘ König der „frischen Luft ausgesetzt war“ und auch der Blick auf die Uhr eher für einen „frischen Schauer“ sorgte. Jakob stellte dann einen Turm ein. Ich konzentrierte mich dann wieder auf mein Brett, wo ich gerade einen Angriff gegen den offenen Flügel plante. Leider zog ich einen Bauern zu weit nach vorne, was dazu führte, dass sich die gegnerische Dame in meine Stellung einnisten konnte. Jetzt war genaues Spiel abverlangt. Nebenbei schaute ich zu meinen Wettkämpfen, für die ich als Schiedsrichter zuständig war (3. Mannschaft im Saal und 7. Mannschaft unten), wo aber alles bis zum Schluss reibungslos verlief. Als ich das nächste Mal auf die Bretter meiner Mitspieler sah, hatten sich diese eher zu unseren Ungunsten gewandelt. Max hatte plötzlich mehrere Figuren weniger, Tom war im Leichtfigurenendspiel mit je einer Leichtfigur aber drei Bauern weniger, Jakob kämpfte mutig trotz einem Turm weniger und versuchte immer wieder den Gegner durch Angriffe unter Druck zu setzen. Doch dieser hatte seinen König nach h2 gesetzt und mit Bauern umstellt, sodass es kaum Angriffsmöglichkeiten gab.

Danach dauerte es nicht mehr lange. Bei meinem nächsten Rundgang war das Brett 8 schon wieder vollständig aufgebaut. 0:4

Toms Gegner hatte die Leichtfiguren abgetauscht und lief nun mit den Freibauern  vor. Als die Umwandlung nicht mehr zu verhindern war, musste auch Tom „die Segel streichen.“ 0:5

Lukas hatte leider die Dame für einen Turm und den Springer hergeben müssen. Im Turmendspiel stand der gegnerische Turm besser und konnte die Bauern angreifen. Jakobs Gegner drang nun mit Dame und Turm auf die 2. Reihe vor. Da war dann leider auch für Jakob „der Drops gelutscht.“ 0:6

Lukas konnte dann aber die Bauern so abtauschen, dass er mit Turm gegen Turm + Bauer remis hielt. 0,5:6,5.

Mein Gegner hatte inzwischen einen Angriff mit Dame und Springer, sowie ein paar tückischen Fallen aufgebaut, den ich durch genaues Spiel abwehren musste. Er konnte dann neben einer Leichtfigur auch die Dame abtauschen. Somit waren jegliche Angriffschancen und jeglicher positionelle Vorteil aus der Eröffnung, den ich glaubte zu haben (hab noch nicht mit einer Engine nachgeschaut, ob an meinen Vermutungen etwas wahres dran ist) „über Bord geworfen“. Übrig blieben neben dem Turmpaar auf beiden Seiten zwei schlecht stehende Leichtfiguren in Weiß und ein drohendes Läuferpaar in Schwarz. Mein Gegner bot mir nun zum dritten Mal Remis (noch vor dem Damentausch, den er aber erzwingen konnte). Da ich im wahrsten Sinne des Wortes nur noch „schwarz sah“, das Mannschaftsergebnis auch so aussah, dass ich nichts mehr reißen konnte, musste, wollte oder sollte und ich noch meiner vergebenen Chance nicht mehr die allerhöchste Motivation hatte, willigte ich ins Remis ein und beendete somit den Mannschaftskampf. 1:7

Am Ende steht auf dem Spielbericht ein sehr unschönes Ergebnis. Wenn man aber bedenkt, dass wir nur zu sechst und ersatzgeschwächt angetreten sind, geht das schon in Ordnung. Unser Gegner konnte mit den Spielern Nummer 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 10 fast die beste Aufstellung aufbringen. Wir müssen dann beim Auswärtsspiel in Kreuzberg unsere Chance nutzen. (Dieser Satz hört sich an wie ein Fußballtrainer nach einem verlorenen Spiel im Interview).

Beim Stichwort Fußball will ich an dieser Stelle nochmal betonen, dass in der Saison 2006/2007 der VfB Stuttgart nach dem ersten Spieltag Tabellenletzter der 1. Fußball-Bundesliga war und am Ende Deutscher Meister geworden ist. Die Tabelle zählt eben erst nach dem letzten Spieltag. :-)

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Spieler, besonders an:

  • Jonathan Born, der gegen einen 2000er remisierte.
  • Daniel Rose, der eine 1600erin besiegte.
  • Und „unseren“ Spieler Theo Oltersdorf, der einen Punkt in der 5. Mannschaft beisteuerte.

Aufstiegs-“Youngster“ starten durch! (Sven Sohr)

Vorbemerkung: Nach dem Spieltag fragte mich Manfred, ob ich ausnahmsweise den Bericht für die „Königsjäger 7“ übernehmen könne, da er momentan wegen technischer Probleme offline sei – ich komme der Aufgabe gerne nach (obwohl ich am letzten Brett mit meiner eigenen Partie so beschäftigt war, dass ich mir nur selten Rundgänge erlauben konnte).

Ausgangssituation: Voller Vorfreude auf die neue Saison in der dritten Klasse empfing das – nach „Königsjäger 8“ – jüngste Team Berlins (im Schnitt ca. 11 Jahre alt, jenseits des eingesprungenen Autors) an diesem spätsommerlich schönen Oktober-Sonntag die vierte Mannschaft von Friedrichshagen. Die Vorzeichen schienen sonnenklar: Das „Liga-Orakel“ hatte uns als Aufsteiger eine Abstiegswahrscheinlichkeit von 85% vorausgesagt. Die heutigen Gegner brachten fast 1000 DWZ-Punkte mehr auf die Waage – der Erwartungswert lag bei einer 2:6-Niederlage (nur an Brett 6 und 7 liefen wir favorisiert ins Rennen).

Erste Stunde – solider Auftakt: Überfallartig gewann unser Neuzugang Kasimir Boissel am zweiten Brett seine Partie. Ebenfalls vergleichsweise schnell verlor Paul Simon Spieß seine erste BMM-Königsjäger-Partie an Brett 7 im stolzen Alter von neun Jahren – 1:1.

Zweite Stunde – starkes Viertel: Unsere Brüder Karim und Rashid Abed gingen an den Brettern 5 und 6 sehr konzentriert zu Werke und brachten die Gastgeber mit 3:1 in Führung. Besonders Karims Sieg gegen den erfahrenen U14-Spieler Janek Konrad Fricke (38 Turniere) ist bemerkenswert.

Dritte Stunde – die Entscheidung: An Brett 3 und 4 saßen mit Jim und Luna Sohr ebenfalls zwei Geschwister nebeneinander – gegenüber von Vater und Sohn Zesewitz (beide ELO um 1400). Luna hielt gegen einen Sizilianer tapfer dagegen und konnte ein wertvolles Remis sichern. Jim ließ sich von schottisch nicht schockieren und fuhr einen sehr souveränen Sieg ein – der Gesamtsieg war uns nicht mehr zu nehmen! Papa Sven lief nach Damengambit-Eröffnung lange einem Verlust-Bauern hinterher, bis sein Gegner ein Remis-Angebot ablehnte – danach entschloss er sich zu einer Offensive, die im 40. Zug mit Matt endete.

Vierte Stunde – die Krönung: Nach Glockengeläut um 12 Uhr saß nur noch Daniel Rose einer mit >1600 übermächtigen Spielerin gegenüber (er vertrat David Abed am Spitzenbrett). Im Endspiel schien es nur noch um die Frage zu gehen, ob sich Daniel bei je einer Leichtfigur trotz eines Bauern weniger ins Remis retten könnte. Doch Daniel drehte das Match und gewann – 6.5:1.5!

Fazit: (1) „K7“ gelingt der einzige Königsjäger-Sieg des Tages. (2) „K7“ stürmt an die Tabellenspitze. (3) Es ist zwar nur ein erster, aber hoffnungsvoller Schritt gegen den Abstieg – summa summarum ein großer Erfolg unserer Jugendarbeit!

Königsjäger 8 – Weisse Dame 7:  Endstand 2 − 4 (Athanasios Vassiliou)

Die 8. Mannschaft musste heute gegen die Mannschaft der Weissen Dame 7 ran. Der DWZ-Schnitt der gegnerischen Mannschaft lag bei 1125, unserer dagegen bei 552. (Simon und Phileas haben noch keine DWZ)

Eine klare Angelegenheit sollte man denken…

Wir gerieten relativ schnell in Rückstand, da Phileas Bertram an Brett 3 mit Schwarz seine Partie verlor. Erst musste er durch eine Gabel eine Leichtfigur abgeben. Danach übersah er den Angriff auf den rochierten König, und in aussichtsloser Stellung musste er schließlich aufgeben.

Dann kam jedoch der Punkt von Simon Bretzel an Brett 6 und die Partie stand 1:1. Simon stand während der gesamten Partie schlechter. Stellte Turm und Springer ein und wehrte mehrere Schachgebote ab. Dann gelang ihm aber der „Lucky Punch“ und er setzte seinen Gegner mit Läufer und Turm matt.

Danach gab der Gegner von Linus (auch zu meiner Überraschung) an Brett 2 auf und wir gingen mit 2:1 in Führung. Bei Linus hatte sich ein Dame+Springer gegen Dame Endspiel ergeben. Nachdem die Damen auch abgetauscht wurden, gab sein Gegner (obwohl er noch 4 Bauern hatte) auf.

Zu diesem Zeitpunkt waren die anderen 3 Partien relativ ausgeglichen.

Arthur an Brett 4 spielte mit Weiss und konnte früh eine Leichtfigur gewinnen. Danach tauschte er die Damen ab. Im weiteren Verlauf der Partie musste er aber auch 2 Leichtfiguren abgeben und im Endspiel brachte sein Gegner einen Freibauern durch. Arthur verlor und es stand nun 2:2.

Kurz danach musste auch Noah seinem Gegner (Mannschaftsleiter – 1362 DWZ) gratulieren und nun stand es 2-3 für die Gäste.

Aber es war noch Hoffnung, dass wir die erste Sensation schaffen. An Brett 4 konnte Leander die Partie lange ausgeglichen gestalten. Nach dem 24. Zug waren die Hoffnungen verschwunden. Aus unerklärlichen Gründen hat Leander seine Dame eingestellt und die Partie war gelaufen.

Endstand 2:4