Die drei MuskeTIERE in Potsdam

Verspäteter Bericht vom Potsdamer Sommeropen:

Nicht alle haben Himmelfahrt ausgeschlafen. Drei Königsjäger haben sich den Wecker gegen 6 Uhr gestellt und sind nach Potsdam gefahren. Dies waren Jakob Hartmann, Shawn Maple und ich, Christoph Kriminski. Während Jakob und Shawn oben mitspielen und den einen oder anderen starken Gegner besiegen wollten, war mein Ziel ganz klar: Turniersieger (natürlich unter der Vorraussetzung, dass die ersten 70 Schachspieler auf ungeklärte Art und Weise plötzlich, wie vom Erdboden verschluckt, verschwinden würden). Der erste Tag, der mit einigen Schwierigkeiten verlief  (in beiden Runden wurde zuerst falsch ausgelost) hatte das Ergebnis 2/2 bei Jakob, 1,5/2 bei Shawn (worüber er sich mächtig ärgerte, da er das zweite Spiel hätte gewinnen können, obwohl sein Gegner eine TWZ von über 2000 hatte) und 0/2 bei mir, was mich zweifeln ließ, ob ich den Tag nicht besser mit ausschlafen und Computer spielen genutzt hätte.

Am nächsten Tag zahlte sich meine Teilnahme doch aus. Gegen leichtere Gegner, die ich nun zugelost bekam, konnte ich 2/2 holen und mich vom unteren Tabellenende entfernen. Jakob und Shawn bekamen es nun mit schwierigeren Gegnern zu tun und mussten Punkte lassen. Am Samstag merkte ich langsam, dass ich immer müder wurde. Mir wurde klar, dass man so ein Turnier nicht ewig durchhalten konnte und glaube den anderen ging es auch ein bisschen so. Dennoch konnten wir alle Punkten (Shawn und Jakob gegen starke Gegner), ich spielte derweil Weihnachtsmann oder Osterhase (vielleicht auch Zahnfee) und verschenkte erst einen halben Punkt, in dem ich mit Mehrbauer in ein Turmendspiel abwickelte, konnte dann aber in der zweiten Partie gegen den Gegner gewinnen, gegen den ich vor zwei Jahren in der ersten Runde des Sommeropen (meiner ersten Turnierpartie abseits des Schulschachs) sang und klanglos untergegangen war.

Bei der letzten Partie am Sonntag konnten auch Jakob und Shawn offene Rechnungen begleichen. Jakob gewann gegen Tyron Milare, Shawn gegen Brian Heinze. Mein Höhenflug wurde mit einer dämlichen Niederlage gegen Guido Springer beendet.

Damit endete auch ein aus Königsjägersicht erfolgreiches Turnier, auch wenn in der einen oder anderen Partie mehr drin gewesen wäre. Nur einen Schnellschachsieg in der Mittagspause gegen Jakob konnte ich trotz einiger Anläufe nicht erreichen, aber das klappt bestimmt auch irgendwann … :-)

PlatzNamePunkteBH
20Jakob Hartmann4,529,0
39Shawn Maple4,026,0
60Christoph Kriminski3,523,0
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1 Antwort zu Die drei MuskeTIERE in Potsdam

  1. TIERE. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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