Die ersten beiden Runden der Jungendbundesliga absolviert.

Ja, wir spielen wieder Jugendbundesliga. Während der Pandemie ist das vielleicht etwas untergegangen, aber wir haben uns ja kurz vor deren Beginn für die Jugendbundesliga qualifiziert. Nun gab es die Pandemie und den Lockdown. Die diesjährige Saison fand deswegen in einem anderen Rahmen statt. Diesmal wurde die Jugendbundesliga Nord, so wie sie eigentlich heißt, nicht in eine West- und Oststaffel eingeteilt, sondern in 3 6er-Staffeln, aus denen sich jeweils die beste Mannschaft für die DVM U20 qualifiziert. Die Saison wird damit gestrafft und findet im August und September statt. Die Staffeln wurden nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellt, wir spielen nur gegen andere Berliner Mannschaften und gegen Empor Potsdam. Da es bei diesem Turnier nur um die DVM-Qualifikation geht und es keine Absteiger gibt, war meine erste Intention, dass wir nicht mitspielen und damit einen nicht so engen Spielplan haben. In einer Videokonferenz im Frühjahr haben sich die Stammspieler jedoch mit großer Mehrheit für eine Teilnahme ausgesprochen, sodass wir mitspielen, auch wenn unsere Qualifikationschancen eher gering sind.

Eigentlich sollten die ersten beiden Runden an diesem Wochenende gespielt werden. Da dann plötzlich der BSV die letzte Runde der BMM auf diesen Sonntag gelegt hatte, wurde der JBL-Wettkampf verschoben. Ich einigte mich mit Olaf Sill darauf, den Wettkampf gegen Borussia Lichtenberg auf das letzte Ferienwochenende vorzulegen. Leider konnten wir an diesem Wochenende zwar mit einer guten Aufstellung antreten, es fehlten aber unsere Spitzenspieler.

Bericht von Kimon Böhmer:

Am Sonntag, den 8.8 spielten wir die vorgezogene zweite Runde der Jugendbundesliga (Staffel Berlin) gegen Borussia Lichtenberg. Sie verlief nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten: Yassin Mzee, kurzfristig eingesprungen, konnte sich zwar deutlichen Zeitvorteil sichern, musste letztendlich aber in Folge einer passiven Stellung aufgeben. Ähnliches widerfuhr auch Jakob Korek, dessen Partie ich nicht länger betrachten konnte. Auch Daniel Rose verlor nach einer nicht gut gelaufenen Eröffnung. Kurz danach musste ich nach einem unsauberen Angriff in ein schlechteres Endspiel abwickeln und verlor dort, sodass es unangenehm deutlich 0-4 stand. Karim Abed stand lange aktiver, musste letztendlich aber  in ein Remis-Turmendspiel abwickeln. Zum Abschluss gewann Kasimir Boissel seine Partie in einem Springerendspiel mit zwei verbundenen Freibauern gegen einen Randbauern, sodass wir immerhin anderthalb Brettpunkte mitnehmen konnten, somit aber leider trotzdem 1,5-4,5 verloren. 

Bericht von mir:

Am Samstag stand dann das Spiel gegen den Staffelfavoriten SV Mattnetz an. Diesmal konnten wir in Bestbesetzung antreten. Als Spielort (wir hatten ein Heimspiel) fungierte diesemal der Gemeindesaal der Dietrich Bonhoeffer-Gemeinde, die wir kurzfristig bekommen hatten, da ja unsere Vereinsspielstätte uns immer noch nicht zur Verfügung steht. Es entwickelten sich interessante Partien, die ich aufgrund eines längeren Gesprächs mit dem Betreuer von Mattnetz, Dennis Habermann, nicht alle in voller Länge verfolgen konnte. Schon nach recht kurzer Zeit machte Daniel an Brett 4 den ersten Punkt klar. Er konnte schon bald einen Bauern gewinnen und ihn, bei gleichfalls aktiver Stellung ins Endspiel bringen, welches sich sein Gegner nicht mehr zeigen lassen wollte. Jonas E. spielte an Brett 1 eine wilde Partie, in der er kleine Ungenauigkeiten seiner Gegners für einen tödlichen Angriff nutzen konnte. 2:0. Jim (Brett 3), dessen Partie lange noch in der Anfangsphase war, wurde plötzlich durch einen starken Angriff des Gegners beendet, während sich auch Jakob an Brett 6 die Waffen strecken musste. 2:2. Jonas K. (Brett 2) konnte ein Endspiel mit einer Qualität mehr erreichen. Musste diese aber wieder hergeben, um zwei verbundene Freibauern aufzuhalten. Am Ende musste er sich mit einem Remis zufrieden geben. Nun schauten alle auf Brett 5, wo Karims Partie die Entscheidung bringen sollte. Leider stellte er im späten Mittelspiel eine Figur (gegen zwei Bauern) ein. Auch wenn er natürlich weiterkämpfte und alles versuchte, reichte es nicht. 2,5:3,5.

Damit stehen wir nach den ersten zwei Runden leider mit 0 Mannschaftspunkten da, aber in den nächsten Runden wollen wir wieder angreifen und den einen oder anderen Punkt mitnehmen. Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde bot bei schönem Sommerwetter hervorragende Spielbedingungen.

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